16. Juni 2026 von Larissa Niedecken

Wenn LEGO® Serious Play® sichtbar macht, was Worte nicht erreichen

Gastartikel | Computerwoche / Foundry

Mit meinem zweiten Beitrag im Expertennetzwerk der Computerwoche habe ich mich einem Thema gewidmet, das in Führungskreisen häufig skeptisch betrachtet wird: LEGO® Serious Play® als ernsthaftes Instrument in Transformationsprozessen.

Die Fragen, die ich vor solchen Formaten regelmäßig höre, klingen vertraut. Ist das nicht eher etwas für Teambuilding-Events? Brauchen wir das wirklich, wenn die Probleme so komplex sind? Haben wir dafür überhaupt die Zeit?

Meine Antwort darauf ist immer ähnlich.

Was in dem Beitrag steht

Was mich in Transformationsprozessen immer wieder beschäftigt, ist folgendes Muster: Führungsteams sitzen zusammen, die Agenda ist klar, die Präsentationen laufen, alle nicken. Und trotzdem weichen die Handlungen im Alltag voneinander ab. Weil das, was im Raum stand, nicht dasselbe war wie das, was die Menschen mitgenommen haben.

Was dabei verloren geht, ist selten explizit. Es sind unausgesprochene Annahmen über das, was selbstverständlich ist. Implizite Erwartungen, die niemand formuliert, weil alle glauben, sie gehören zum gemeinsamen Verständnis. Spannungen, die im normalen Meetingbetrieb keine Sprache finden, weil die Struktur des Raums keinen Raum dafür lässt.

LEGO® Serious Play® ist eine Antwort auf genau dieses Problem. Wenn Menschen beginnen, mit den Händen zu denken und Modelle zu bauen, kommt etwas an die Oberfläche, das Worte allein nicht transportieren. Kollektive Intelligenz, die im System vorhanden ist, aber keine Form hat. Im Artikel beschreibe ich, warum das kein Zufall ist, sondern Prozessdesign – und was es braucht, damit diese Methode in komplexen Transformationskontexten tatsächlich wirkt.

Warum ich LEGO® Serious Play® in meine Arbeit integriere

Ich habe in mehr als 300 Co-Creation- und Entscheidungsformaten erlebt, was passiert, wenn ein Team zum ersten Mal mit dieser Methode arbeitet. Der Raum verändert sich. Menschen, die in Meetings selten sprechen, bringen auf einmal Dinge ein, die alle überraschen. Hierarchien werden weniger sichtbar, weil das Modell auf dem Tisch für alle gleich gilt.

Ein Teilnehmer sagte nach einem solchen Format einmal: „Ich wusste nicht, dass wir so viel wissen.“ Dieser Satz trifft, was ich immer wieder erlebe. Das Wissen war da. Es hatte nur keinen Raum, sichtbar zu werden.

Das ist kein Zufall. Das ist Prozessdesign. LEGO® Serious Play® schafft die Struktur, in der kollektives Wissen eines Systems tatsächlich hervorkommt und bearbeitet werden kann.

Für wen dieser Beitrag relevant ist

Im Artikel richte ich mich an IT-Entscheider und Transformationsverantwortliche, die in Projekten immer wieder erleben, dass inhaltliche Einigkeit auf dem Papier steht, aber in der Umsetzung auseinanderäuft. Genau dort, an der Schnittstelle von Wissen und Handeln, setzt LEGO® Serious Play® an.

Ich gehe auch auf die Frage ein, wann die Methode sinnvoll ist und wann nicht. Denn wie bei jedem Werkzeug gilt: Die Methode folgt dem Problem.

Als Teil des Foundry-Expertennetzwerks

Seit diesem Frühjahr schreibe ich regelmäßig für das Foundry-Expertennetzwerk der Computerwoche. Das Netzwerk richtet sich an IT-Entscheider und Transformationsverantwortliche im deutschsprachigen Raum, also an Menschen, die an der Schnittstelle von Technologie, Organisation und Führung arbeiten.

Mein Anspruch dabei ist derselbe, den ich an alle meine Arbeit lege. Muster benennen, bevor Lösungen vorgeschlagen werden. Ursachen herausarbeiten, bevor Maßnahmen diskutiert werden. Und das aus einer Praxis heraus, die auf mehr als 300 Co-Creation- und Entscheidungsformaten mit Führungsteams aus unterschiedlichen Branchen basiert.

Der nächste Beitrag ist bereits in Vorbereitung. Mich interessiert dabei immer dieselbe Frage: Wo erleben Sie aktuell die größte Reibung zwischen dem, was Ihr Team weiß, und dem, was tatsächlich im System ankommt?

Zum Artikel

Den vollständigen Artikel finden Sie auf der Plattform der Computerwoche:

👉 Lego macht Ihrer Transformation Beine – Computerwoche

Wenn Sie in Ihrer Organisation erleben, dass Spannungen im Raum stehen, aber keine Sprache finden, sprechen Sie mich an.

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